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apa 15.10.2006 


Mit einer Premiere ist am Sonntag das neue Liszt-Konzerthaus im burgenländischen Raiding, der Heimatgemeinde Liszts, seiner Bestimmung übergeben worden. Zur Eröffnung des vom niederländischen Architekten Kempe Thill errichteten Hauses, dessen Herzstück der bis zu 600 Besucher fassende Konzertsaal bildet, wurde das Werk "LISZ(:T)RAUM" des burgenländischen Komponisten Gerhard Krammer uraufgeführt.

Prominenz aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens mit Bundespräsident Fischer und Burgenlands Landeshauptmann Niessl an der Spitze war zur Eröffnung des in etwas mehr als einjähriger Bauzeit um rund 6,8 Mio. Euro errichteten Gebäudes angereist. Im Hinblick auf den Kulturkalender im Mozart-Jahr gehöre dieser Tag ohne Zweifel Franz Liszt, so der Bundespräsident. Mit Mozart habe Liszt die revolutionierende Kraft seiner Musik gemeinsam, die auch eine europäische Musik und nicht begrenzt durch eine nationale Komponente gewesen sei. Architekt Oliver Thill meinte, größte Herausforderung des Projekts sei gewesen, das Haus so zu entwerfen, dass es auf das kleine Grundstück passte. "Es ist ein Haus für die Welt, das wir gebaut haben", beschrieb der Intendant des Liszt-Festivals, Walter Reicher, die Intention des Bauvorhabens: "Liszt war Kosmopolit, und das wollen wir wieder nach Raiding bringen." Im Rahmen des Festivals "liszten in Raiding" stehen bis 22. Oktober noch Konzerte mit den Klavierduos Eduard und Johannes Kutrowatz sowie Ferhan und Ferzan Önder, sowie Auftritte von Angelika Kirchschlager (Mezzosopran) und Mischa Maisky (Violoncello) auf dem Programm.