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das war das liszt festival raiding 2006


Die Eröffnung
Bei sonnigem Wetter wurde am 15. Oktober das Franz Liszt Konzerthaus feierlich eröffnet. Bundespräsident Heinz Fischer hob in seiner Rede die europäische Dimension von Liszt hervor, der als Mitglied der slowakischen Minderheit im damaligen Ungarn geboren wurde und zum polyglotten Weltbürger aufstieg.

Am Beginn der Veranstaltung stand eine Lesung aus Breifen und Schriften von Franz Liszt mit Peter Simonischek. Spannend war auch der musikalische Teil der Eröffnung: Als erstes Werk war die Uraufführung von Gerhard Krammers LISZ[:T:]RAUM zu hören: 3 Pianisten spielten simultan in Liszts Raidinger Geburtshaus, in Luxemburg und in Bayreuth und wurden zu drei im Saal gespielten Idiophonen per Audio und Video dazu gemischt. Der ganz große Höhepunkt war dann der Auftritt des kongenialen Pianisten Leslie Howard. Ein Musiker, der mit Liszt verbunden ist wie kein anderer: Als Pianist hat er von 1985 bis 1998 alle Klavierwerke von Franz Liszt einschließlich aller Transkriptionen auf über 90 CDs aufgenommen. 

Das Festival
Nach einem Tag Pause hatten rund 80 TeilnehmerInnen die Möglichkeit, beim Symposium „Starke Marken in Kultur, Tourismus & Wirtschaft“ anhand von dargestellten Beispielen aus der Praxis des Kulturmanagement, der Wirtschaft und des Tourismus Wissenswertes über Marketing und Markenbildung zu erfahren.

Am Abend fand dann bereits die erste Veranstaltung im Rahmen des Festivals statt: Unter dem Motto „Himmel und Hölle“ begeisterte Otto Schenk das Publikum mit einer Lesung aus Goethes „Faust“ und Dante Alighieris „Göttlicher Komödie“, zwei ganz große Klassiker der Weltliteratur, die Franz Liszt wesentlich zu seinen bedeutendsten Kompositionen inspiriert haben.

Mit dem Klavierduo Eduard & Johannes Kutrowatz entfachten sozusagen die Lokalmatadoren des Burgenlandes an zwei Flügeln ein Feuerwerk an Lisztscher Virtuosität. Auch die beiden türkischen Zwillingsschwestern Ferhan und Ferzan Önder demonstrierten mit Franz Liszts „Totentanz“, dass sie eines der vielversprechendsten Klavierduos der jüngeren Generation auf den Konzertpodien in der ganzen Welt sind.

Einer der ganz großen Highlights war der Liederabend mit Angelika Kirchschlager, der auf den 4. November verschoben werden musste. Ihre Interpretation der Lieder von Franz Liszt und Robert Schumann rief Begeisterungsstürme beim Publikum hervor. Auch der Ausnahme-Cellist Mischa Maisky, von seiner Tochter Lilly einfühlsam am Klavier begleitet, begeisterte mit Werken der russischen Moderne und der Wiener Klassik.

Als Abschlusskonzert am 195. Geburtstag von Franz Liszt gab Star-Pianist Oleg Maisenberg einen Soloabend. Er glänzte vor allem durch wunderbare lyrische Passagen in der Schubert Sonate D 960 und mit seiner scheinbar grenzenlosen Virtuosität in Liszts h-moll Sonate.

Die Bilanz
Nach dem Ablauf des Festivals zeigt sich Intendant Dr. Walter Reicher mit dem Ergebnis hochzufrieden: „Fast 4.000 Besucher besuchten das Franz Liszt Festival Raiding 2006. Die Veranstaltungen waren allesamt fantastisch, das Publikum war hingerissen und zeigte sich auch vom neuen Konzertsaal und seiner Akustik hoch begeistert. Es möchte im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein! Bis auf die Lesung, wo wir noch ein paar Restkarten übrig hatten, waren alle Konzerte restlos ausverkauft. Ganz besonders erfreulich war auch das traumhafte Herbstwetter, das die Besucher während dem gesamten Festival genießen konnten.“

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