Bei sonnigem Wetter wurde am 15. Oktober das Franz Liszt Konzerthaus feierlich eröffnet. Bundespräsident Heinz Fischer hob in seiner Rede die europäische Dimension von Liszt hervor, der als Mitglied der slowakischen Minderheit im damaligen Ungarn geboren wurde und zum polyglotten Weltbürger aufstieg.
Am Beginn der Veranstaltung stand eine Lesung aus Breifen und Schriften von Franz Liszt mit Peter Simonischek. Spannend war auch der musikalische Teil der Eröffnung: Als erstes Werk war die Uraufführung von Gerhard Krammers LISZ[:T:]RAUM zu hören: 3 Pianisten spielten simultan in Liszts Raidinger Geburtshaus, in Luxemburg und in Bayreuth und wurden zu drei im Saal gespielten Idiophonen per Audio und Video dazu gemischt.
Der ganz große Höhepunkt war dann der Auftritt des kongenialen Pianisten Leslie Howard. Ein Musiker, der mit Liszt verbunden ist wie kein anderer: Als Pianist hat er von 1985 bis 1998 alle Klavierwerke von Franz Liszt einschließlich aller Transkriptionen auf über 90 CDs aufgenommen. Diese Gesamteinspielung beinhaltet Weltersteinspielungen, sowie Einspielungen von bisher nicht herausgegebenen Werken und seit Liszts Lebzeiten nie wieder erklungenen Stücken. Leslie Howard wurde für nicht weniger als fünf CDs mit dem "Grand Prix du Disque" ausgezeichnet. Gegenwärtig ist er der Vorsitzende der Liszt Society in Großbritannien und Inhaber mehrerer internationaler Auszeichnungen für seine Liszt-Forschung.