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Detlef Altenburg, der als Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena lehrt, zählt international zu den führenden Lisztforschern und Spezialisten für die Musik des 19. Jahrhunderts. Er war musikalisch (Orgel und Barocktrompete) und wissenschaftlich zunächst von der Alte-Musik-Bewegung geprägt. In seiner 1973 erschienenen dreibändigen Dissertation erforschte er die Geschichte, die Spieltechnik und das Repertoire der Barocktrompete. Nach Abschluss seiner Dissertation wandte er sich dann dem musikalischen Oeuvre Franz Liszts zu, das ihn en passant schon früher einmal beschäftigt hatte.

„Es gehört zu den Glücksfällen meines Studiums“, schreibt Altenburg im Lisztomania-Magazin 2011, „dass ich mit seiner Musik und seinen Ideen schon sehr früh konfrontiert wurde, obwohl ich mit seiner Musik bis dahin wenig anfangen konnte. Musikalisch geprägt von Bach und der Alten Musik, war mir Liszt bis dahin eher suspekt. Der heilsame Zwang, mich mit seien Symphonischen Dichtungen auseinandersetzen zu müssen, sollte für mich der Beginn einer lebenslänglichen Entdeckungsreise werden.“ 1980 habilitierte er sich mit seinen Studien zum Musikdenken und den Reformplänen von Franz Liszt an der Universität zu Köln. Neben der Aufführungspraxis der Alten Musik und später der Schauspielmusik wurde Franz Liszt zu dem wichtigsten Schwerpunkt seiner Forschungen. Altenburg war von 1990 bis 1998 Präsident und ist seit 1999 Vizepräsident der Deutschen Liszt Gesellschaft. Von 2001 bis 2009 war er darüber hinaus Präsident der Gesellschaft für Musikforschung. 2011 kuratierte er als Hauptkurator zusammen mit Evelyn Liepsch die Landesausstellung „Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar“. Er ist Herausgeber der Sämtlichen Schriften Franz Liszts sowie der Weimarer Liszt-Studien.

Hochschule für Musik Weimar