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Liszt stimmt zufrieden und motiviert. Erwartungen an die Lisztomania haben sich mehr als erfüllt. Und schon jetzt steht das Konzertprogramm für 2012. (Tamara Gmaschich, 04.07.2011)

 

Halbzeit der Lisztomania 2011. Mit den in Raiding eben erst verklungenen Juni-Konzerten sind burgenlandweit 13 Veranstaltungen Geschichte, zwölf stehen bis Jahresende noch bevor. Zeit, um eine erste Zwischenbilanz zu ziehen – und diese fällt überaus positiv aus: Die Erwartungen an das Liszt-Jubiläumsjahr „haben sich mehr als erfüllt“, betonte Kulturlandesrat Helmut Bieler kürzlich in Raiding. Josef Wiedenhofer, Geschäftsführer des Liszt Festivals Raiding, fasst den Erfolg in Zahlen: „Wir haben bisher an die 13.350 Karten verkauft“. 14.000 Stück peilt man bis Jahresende an. Das bedeute im Vergleich zu 2010 eine Steigerung von 50 Prozent, rechnet Wiedenhofer vor. Intendant Johannes Kutrowatz auf ein erstes Resümee angesprochen, gerät ins Schwärmen: „Vier ausverkaufte Konzerte und vier Mal Standing Ovations“ – so geschehen beim Juni-Festival – „drücken Zufriedenheit und zugleich Motivation für die Zukunft aus“. Das Erfolgsgeheimnis für seinen Bruder Eduard: „die Zauberworte Kommunikation und Koordination“.

 

Ein erstes Fazit zu den Ausstellungen: Bis Ende Mai haben 20.000 Gäste die Schauen in Raiding, Unterfrauenhaid und Eisenstadt besucht. Ob zum Hören oder Sehen: Das Publikum finde sich zahlreich aus Ungarn und gleich gruppenweise etwa aus Deutschland, Dänemark, Lettland sowie Australien und Neuseeland ein. Der Mehrwert des „sehr hohen Besucherzulaufs“: „Wir können damit für Kultur, Tourismus und Wirtschaft des Landes entscheidende Impulse setzen, ähnlich wie es im Haydnjahr 2009 gelungen ist“, blickt Bieler voraus.

 

Ebenso wie Johannes und Eduard Kutrowatz. Denn bereits zur Mitte der Lisztomania wissen die Intendanten das Festival 2012 zu präsentieren. Beider Grundtenor: „Wir wollen den riesigen Hype und Schwung umfassend mitnehmen“. Denn „Liszt ist und bleibt modern“, stellt Johannes Kutrowatz fest. Deshalb zeige das Werbesujet für 2012 Liszt in Popart-Manier „als Zukunftsmusiker“. Gefeiert wird er wieder in vier Modulen – also jeder Jahreszeit ihr Festival –, mehr als 80 Einzelwerke des Genius bringt das nächste Jahr mit sich, Auftakt für den ersten Konzertzyklus „Liszt & Schubert“ ist der 27. Jänner 2012.

 

Der März-Reigen steht im Zeichen von „Faust“. Die Intendanten spielen neben Liszt auch Bach und Mozart, sowie den „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns. Im Juni zeigen u.a. Andrei Gavrilov und Elisabeth Kulman die „Russische Seele“ Liszts. Die „Pilgerjahre“ im Oktober rundet seine Ururenkelin Nike Wagner mit einem erneuten Besuch ab. Mit Angelika Kirchschlager wird am 22. Oktober Liszts 201. Geburtstag zelebriert. Interessierte können sich ab sofort Abos, ab September Einzelkarten sichern.