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Lisztomania 2011: Erwartungen des Burgenlandes „mehr als erfüllt“ (Thomas Schrempf, 23.06.2011)

 

Der Halbzeitpfiff im mittelburgenländischen Raiding ist ertönt, die erste Hälfte des Konzertreigens des Liszt Festivals 2011 im Jahr des Klaviervirtuosen Franz Liszt gespielt. 13 Veranstaltungen gab es bereits, bis zum Jahresende werden zwölf weitere folgen. Die Erwartungen für das Lisztjahr, Konzerte und Ausstellungen im Rahmen der „Lisztomania 2011“ zu sehen und zu hören, wurden seitens des Landes „mehr als erfüllt“, so Kulturlandesrat Helmut Bieler. Auch die Geschäftsführung und die Intendanz zeigten sich sehr zufrieden.

 

Ein Blick auf das vergangene Festivalwochenende lässt das Herz des Intendanten Eduard Kutrowatz höherschlagen: „Vier ausverkaufte Konzerte und viermal Standing Ovations. Wenn ich das als Beispiel nehmen darf, dann drückt das, nehme ich an, eine Zufriedenheit und zugleich Motivation für die Zukunft aus“, berichtet der Pianist stolz den Journalisten.

 

Zufrieden sei man sowohl künstlerisch als auch kaufmännisch, denn die Zahlen sprechen für sich, erläuterte Josef Wiedenhofer, Geschäftsführer des Liszt Festivals Raiding: „Wir haben in etwa 13.350 Karten bereits verkauft, wir werden auf ca. 14.000 verkaufte Karten kommen. Das ergibt eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von rund 50 Prozent.“

 

Aber nicht nur zum Hören kommen die Besucher nach Raiding, sonder auch zum Schauen. Beispielsweise in das nur wenige Meter neben dem Konzerthaus befindliche Geburtshaus des Jubilars. Ausstellungen in Raiding, in Unterfrauenhaid, jenem Ort in dem der Virtuose und Superstar einst getauft wurde, sowie in der Landeshauptstadt haben bis Ende Mai bereits 20.000 Besucher gesehen, so Bieler.

 

Etwa 50 Prozent davon fallen auf die „Liszt-Metropole“ Raiding, die auch von zahlreichen ungarischen Gästen heimgesucht wird. Schließlich wurde der Komponist im damaligen Ungarn geboren. Auch zu den Konzerten reisen Musik- und Kulturbegeisterte aus dem Nachbarland an. Obwohl das Gros der Besucher Einzelbesucher sind, habe man im heurigen Jubiläumsjahr auch tausende Gäste, die in Gruppen anreisen, etwa aus Frankreich, Lettland und Australien, sagte Wiedenhofer.

 

Von den tausenden Besuchern, die nach Raiding gekommen sind bzw. in den nächsten Monaten noch kommen werden, soll das gesamte Burgenland profitieren. „Wir können damit für Kultur und Tourismus sowie für die gesamte Wirtschaft des Landes entscheidende Impulse setzen, ähnlich wie es im Haydnjahr 2009 gelungen ist“, so Bieler.