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vincenzo maltempo


Vincenzo Maltempo wurde 1985 in Italien geboren und begann bereits im Alter von drei Jahren Klavier zu spielen. Nach Klavierstudien bei Professor Salvatore Orlando absolvierte er das Konservatorium „Santa Cecilia“ in Rom „summa cum laude“. Danach studierte er an der internationalen Akademie „Incontri col maestro“ in Imola bei Riccardo Risaliti und besuchte zugleich Meisterklassen bei Vovka Ashkenazya, Joaquin Soriano, Marcello Abbado, Zoltán Kocsis, Oleg Marshev und Robert Levin.

 

Sein umfangreiches Repertoire umfasst Kompositionen vom Barock bis zur Moderne. Er gewann zahlreiche erste Preise bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben, darunter den renommierten „Premio Venezia“. Sein besonderes Interesse gilt Franz Liszt, dessen Interpretation ihm den ersten Preis beim Liszt-Wettbewerb in Grottamare einbrachte.

 

2009 spielte er für Gramola, Wien, Werke von Franz Liszt ein (Gramola 98861). R.Nemecek schrieb in „piano News“: „In einer Zeit, in der man darauf bedacht ist, Liszt vom Makel des reinen Virtuosentums reinzuwaschen, mutet es fast schon wie eine Provokation an, wenn ein Pianist ausgerechnet die Paraphrasen ins Zentrum seines Liszt Programms stellt. Der Pianist Vincenzo Maltempo scheint diese Ansicht nicht zu teilen. Vielmehr begegnet er diesen Werken mit Respekt und Bewunderung, er gibt ihnen gewissermaßen ihre musikalische Würde zurück. Die Norma Paraphrase hat man schon lange nicht so sorgfältig ausphrasiert und mit einem so sinnlich-markanten Belcanto gehört. Sogar die mit allerlei virtuosen Kunststücken ausgestattete „Tarantella die bravura“ nach Aubers „Die Stumme von Portici“ erweckt nie den Eindruck einer reinen Zirkusnummer. Natürlich rauscht und donnert es auch bei Maltempo, der über ein formidables pianistisches Rüstzeug und einen außerordentlich charaktervollen Bösendorfer verfügt, zuweilen gewaltig. Aber anders als bei vielen anderen ist der Theaterdonner eingebettet in eine durchdachte Dramaturgie, die der Italiener mit einem untrüglichen Sinn für Balance und Klangschönheit zu verwirklichen versteht.“

 

Im März 2011 schrieb die Kritik anlässlich seines Liszt- Solokonzert im Teatro Lirico in Cagliari „…bei Maltempo scheint alles einfach: Er spielt mit einer himmlischen Virtuosität, die nicht eine einzige Note vernachlässigt.“ Im September 2011 präsentiert er im Rahmen der Südtiroler Festspiele seine eigene Transkription von Werken von Gustav Mahler und Hans Rott, unter der Leitung des Dirigenten Gustav Kuhn. 2012 spielt er für das Label „Piano Classics“ eine CD ein mit Werken von Ch. V. Alkan.