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Grandioser Abschluss beim Liszt Festival Raiding vom 15.-19. Oktober 2008

 

Mit einem grandiosen Konzert unter dem Motto „Kling leise, mein Lied“ endete am vergangenen Sonntag der zweite Teil vom Liszt Festival Raiding 2008. Der neuseeländische Tenor Keith Lewis und der aus Singapur stammende Pianist Melvyn Tan brachten ausgewählte Liszt-Lieder nach Gedichten von Goethe, Schiller, Heine und Victor Hugo sowie Klaviertranskriptionen von Schubert-Liedern zur Aufführung.

 

Schon das Eröffnungskonzert mit Tzimon Barto versprach einiges: Der von der internationalen Presse mit Lobeshymnen überschüttete Star-Pianist überzeugte mit einem ungeheuer virtuosen aber auch sehr einfühlsamen Klavierspiel. Große Begeisterung gab es auch für den Kammerchor der Philharmonie Novosibirsk „Markells Stimmen“, der sich unter der Leitung von Igor Tjuvajev der Chormusik von Liszt und Brahms widmete und ebenso russisch-orthodoxe Gesänge zur Aufführung brachte.

 

Unter dem Motto „Lebensstürme“ hatte das Klavierduo Johannes & Eduard Kutrowatz Ungarische Rhapsodien von Liszt und Werke von Schubert am Programm und begeisterte einmal mehr ihr Publikum mit schier unglaublicher pianistischer Technik und Ausdruckskraft. Einen amourösen Abend unter dem Motto „Die Liebeslis(z)t“ gestaltete die berühmte deutsche Schauspielerin Gudrun Landgrebe mit ihrem Partner Florian Uhlig am Klavier, wo Texte von Marquis de Sade und Guy de Maupassant sowie Musik von Franz Liszt am Programm standen.

 

Resümee Liszt Festival Raiding 2008

Das Franz Liszt Festival Raiding, das sich seit seiner Eröffnung im Jahre 2006 sehr stark entwickelt hat, brachte heuer bedeutende Neuerungen: Neben dem traditionellen Festival im Oktober fand ein zweites Festival im Juni statt und auch ein Orchesterkonzert war erstmals Teil des Programms. Im Mittelpunkt der Programmatik stand auch heuer wieder eine Vielzahl an Werken von Franz Liszt: Ungarische Rhapsodien, Paraphrasen, Etüden, Lieder, Transkriptionen sowie virtuose und lyrische Klavierwerke bis hin zu Orchesterwerken sowie erstmals Originalbearbeitungen für das Zigeunerinstrument Cymbal zollten dem genialen Komponisten Tribut.

 

Neben Franz Liszt waren auch zwei Meister der Klassik stark vertreten: Ludwig v. Beethoven, von dem Liszt in seinen Jugendjahren den „Weihekuss“ erhielt und dessen Persönlichkeit ihn bis zu seinem Tode stark geprägt hat und Franz Schubert, dessen Lieder Liszt zu seinen berühmten Transkriptionen inspiriert haben. Ein großes, farbenprächtiges Spektrum an weiteren Werken komplettierte das Programm: Opernparaphrasen über Werke von Mozart, Verdi, Tschaikowsky und Borodin sowie russisch-orthodoxe Gesänge und virtuose Stücke der Romantik.

 

Zahlreiche internationalen Stars waren beim Liszt Festival 2008 vertreten: Die Pianisten Rudolf Buchbinder, Tzimon Barto, Konstantin Scher­ba­kov, die Klavierduos Boris Berezovsky & Brigitte Engerer und Johannes & Eduard Kutrowatz, die Star-Geigerin Patricia Kopatchinskaja, der Kammer­chor der Philharmonie Novosibirsk „Markells Stimmen“, der neuseeländische Tenor Keith Lewis mit dem Pianisten Melvyn Tan, die berühmte deutsche Schauspielerin Gudrun Landgrebe sowie die Wiener Akademie unter Martin Haselböck mit Gottlieb Wallisch.

 

Nach dem Abschlusskonzert des Festivals im Oktober zeigt sich die Festivalleitung mit den künstlerischen Darbietungen und dem Verlauf des Festivals überaus zufrieden und zieht eine positive Bilanz: „Wir freuen uns, dass das Publikum und die internationale Presse den ersten Teil des Festivals im Juni trotz der parallel stattfindenden Fußball Europameisterschaft so gut angenommen hat und auch im Oktober wieder mit großem Enthusiasmus dabei war. Mit der künstlerischen Qualität liegen wir auch heuer wieder im internationalen Spitzenfeld und mit einer Auslastung von ca. 80% und insgesamt fast 4.500 Besuchern haben wir den Publikumsanteil gegenüber dem Vorjahr sehr stark steigern können und blicken so hoffnungsvoll auf das kommende Jahr.“


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