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der liszt-pfad als erlebnisweg


Wer seit dem Frühjahr 2011 entlang des Raidinger Dorfangers spazieren ging, hat ihn möglicherweise schon für sich entdeckt: den neuen Liszt-Pfad, der die Besucher einlädt, die attraktive Idylle eines kleinen pannonischen Dorfes zu genießen, den Geburtsort von Franz Liszt näher kennenzulernen und dabei gleichzeitig mehr über den Komponisten zu erfahren.

Im Rahmen von acht kreativ aufgearbeiteten markanten Aspekten präsentiert die Gemeinde Raiding ihren Besuchern Franz Liszt und sein faszinierendes Leben. Bürgermeister Markus Landauer, Initiator des Liszt-Pfades, möchte mit diesem Projekt nicht nur für die jährlich ca. 35.000 Besucher einen zusätzlichen Erlebniswert schaffen: „Neben den Kulturtouristen wollen wir auch besonders Familien, Kindern und Jugendlichen Franz Liszt schmackhaft machen. So haben wir uns bemüht, das Leben von Franz Liszt bei den einzelnen Stationen nicht hochwissenschaftlich, sondern mehr auf spielerische Weise darzustellen.“

Vom Ausgangspunkt – einem Springbrunnen (Station 1: liszt.wunderkind), bei dem man zur jeden vollen Stunde Liszts berühmte „Wasserspiele der Villa D’este“ hören kann – gelangt man zu einer langen Tafel (Station 2: liszt.umschwärmt), die eine Auswahl jener Frauen portraitiert, mit denen Franz Liszt durch seine zahlreiche Liebschaften und Affären einst verbunden war. Station 3 (liszt.gewaltig) widmet sich der durch die Nationalsozialisten zu politischen Zwecken missbrauchten Symphonischen Dichtung „Les Préludes“. wobei die Installation durch die angebrachten „yakisugi-Bretter“ anmutet: verkohltes Zedernholz, das durch Befeuerung karbonisiert und dadurch feuerresistenter und langlebiger wurde – eine traditionelle japanische Methode der Holzbehandlung, die in Japan seit Jahrhunderten vor allem in ländlichen Gebieten praktiziert wird. Wo Franz Liszt ist – da darf auch ein Bösendorfer-Flügel (Station 4: liszt.virtuos) nicht fehlen! Schließlich gehörten die Klaviere der legendären Wiener Klavierbaufabrik zu Liszts bevorzugten Instrumenten und wurden als Sensation gefeiert, als erstmals ein Flügel nach einem Liszt-Konzert unbeschadet wieder verwendet werden konnte.

Station 5 (liszt.liebesträumend) präsentiert die wohl bekannteste Komposition von Franz Liszt: Nach einem Knopfdruck ertönt aus einem roten Kubus sein weltberühmtes Klavierstück „Liebestraum“. Wenige Musiker sind so oft porträtiert, fotografiert oder mit Karikaturen bedacht worden wie Franz Liszt. Station 6 (liszt.bildhaft) dokumentiert, dass sich der Komponist bis ins hohe Alter sein unverändert attraktives Äußeres beibehalten konnte. Etwas abseits gelegen lädt Station 7 (liszt.europäisch) zum Relaxen ein: in einem idyllisch gestalteten Park werden gleich mehrere Themen vorgestellt: Liszt der Genießer, Liszts Reisepass mit dem wohl einzigartigen kaiserlich-königlichen Eintrag „durch seine Berühmtheit hinlänglich bekannt“, Raiding und die Region vor Liszts Geburt, sowie Liszt als Wohltäter, Förderer, Gönner und Mäzen. Bei der von Hans Wiedeschitz gestalteten Kapelle direkt neben der Raidinger Pfarrkirche (Station 8: liszt.spirituell) endet schließlich der Liszt-Pfad. Sie ist Liszts Namenspatron Franz von Paula gewidmet, der als Wundertäter, Ordensgründer und Friedensstifter im 15. Jahrhundert in Italien und Frankreich tätig war.

Informationen:
Tourismusverband Raiding
7321 Raiding, Franz Liszt Platz 1
T +43 (0) 2619 7472-0
post@raiding.bgld.gv.at
www.raiding-online.at